Im Rahmen des Petershausener Bürgerfestes fand am 26.9. auch ein „Nachhaltigkeitsmarkt“ statt. Im Durchgang von der Münchner Staße zum Schulhof präsentierten sich drei Initiativen:
Zum Einen bot die Agenda 21-Gruppe einen Gebrauchtbücher-Stand an, bei dem 400 Bücher von 20 Spendern nach den Kategorien der Gemeindebücherei geordnet waren.
Außerdem stellte der Dachauer Foodsharing-Verein seine ehrenamtliche Arbeit und deren Wirkung vor und nannte Möglichkeiten des Mitmachens. Die Initiative hat den Zweck, die leider stattfindende gigantische Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Am Ende der Vorstellung des Vereins in Petershausen konnten gerettete Lebensmittel mitgenommen werden.
Als dritte Initiative des Nachhaltigkeitsmarktes präsentierte sich der Fairkaufladen mit einem Stand, an dem Mitarbeiterinnen im Bananenkostüm Bananen der Organisation „Banafair“ anboten. Drei Plakate, welche den Anbau und die Vermarktung von Bananen zum Inhalt hatten und ein Quiz boten den Besuchern die Möglichkeit, sich vertiefend mit dem Thema zu beschäftigen. Am Ende konnten tatsächlich knapp hundert Bananen verkauft werden. Zumindest für Aufmerksamkeit trugen dazu vielleicht auch die drei lebendigen Kinderbananen bei, die sich am Schluss noch einmal unter die Besucher mischten.

Ein weiterer kleiner Schwerpunkt war der Verkauf von „Petershausener Kaffee“, der in diesem Jahr 15 Jahre alt wurde. Im Juli 2011 kamen der damalige Bürgermeister Günther Fuchs und der zweite Bürgermeister Wolfgang Stadler auf dem Platz vor dem damaligen Fairkaufladen in der Bahnhofstr. 9 in den Genuss der ersten Tasse des Kaffees.
Damals war er einer von 30 bayerischen „Stadtkaffees“, heute einer von 95. Diese und noch mehr Informationen bot ein kleines Plakat, dem man auch entnehmen konnte, dass in Petershausen schon etwa 2,8 Tonnen „P-Kaffee“ verkauft wurden. Das große P- auf der Verpackung steht nicht nur für Petershausen und Pertrichhof, sondern auch für „Partnerkaffee“. Das ist etwas ganz Besonderes, denn es bedeutet, dass von 76 Cent pro kg verkauftem Röstkaffee verschiedene Projekte in Tansania unterstützt werden, die sich für Gesundheit, Wasserversorgung und Bildung einsetzen. Die entsprechenden Kontakte pflegen 12 Organisationen, die Mitglied in dem Verein „Würzburger Partnerkaffee“ sind. Bei durchschnittlich 200 kg verkauftem Petershausener Kaffee im Jahr sind dies immerhin 152 Euro, die im gleichen Zeitraum von Petershausen an Projektbeiträgen in Tansania geleistet wurden. Die stattliche Summe von 2280 Euro ergibt sich, wenn man dies auf 15 Jahre bezieht.
Wie schön, dass auch die Gemeinde dies unterstützt, denn sie bestellte schon rechtzeitig für den Seniorennachmittag des Bürgerfestes im Fairkaufladen 14 Packungen Petershausener Kaffee, dessen Wertigkeit auch darin besteht, dass es sich um einen „Single Origin Arabica“ handelt. Dies bedeutet, dass alle Arabica-Bohnen aus dem gleichen Hochland im Südwesten Tansanias stammen.

